Smarte Mobilität

Mobilität hat sich zu einer Grundvoraussetzung unserer Gesellschaft entwickelt. Das Pendeln zur Arbeit, der Weg zumindest zur weiterführenden Schule, der Arztbesuch: Viele dieser Aktivitäten können, insbesondere in unserem ländlich geprägten Raum, nicht wohnortnah erledigt werden: Sie erfordern Mobilität.

„Im deutschen Verkehrssektor wurden … 2017 rund 146 Millionen Tonnen CO2 emittiert“, so eine Studie des Umweltbundesamtes, schlimmer noch, der Verkehrssektor ist der einzige, dessen CO2- Ausstoß zugenommen hat. So kann es in Zeiten der globalen Erwärmung nicht weitergehen, das war auch die Botschaft der Redner am „Tag der smarten Mobilität“ am 14.05. in Bredstedt. Diese Veranstaltung sollte nicht nur auf das Problem hinweisen, sondern auch einige Lösungsansätze aufzeigen, die an Ständen rund um den Marktplatz präsentiert wurden.

Beispielhaft herausgegriffen sei hier der autonom fahrende, akkubetriebene Kleinbus, über den sich Jörg Tessin, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, informiert (siehe Bild). Das ist ein Pilotprojekt, das Stand heute aus technischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Gründen noch nicht verbreitet eingesetzt werden kann. Um so wichtiger ist es, weitere Piloteinsätze zu ermöglichen und auch zu finanzieren. Gerade dieses Projekt zeigt, dass die Technik – sowohl die „anfassbare“ als auch die Software – und die rechtlichen Rahmenbedingungen sich im Gleichschritt entwickeln müssen, um eines Tages zu einem wirtschaftlichen und bedarfsgerechten Praxiseinsatz zu kommen. Die Politik muss diesen Fortschritt fordern und fördern und muss auch Fehlschläge und wirtschaftliche Durststrecken zulassen – schließlich hat selbst Amazon von seiner Gründung 1994 bis zum Jahr 2000 keinen Gewinn erwirtschaftet!

Jörg Tessin informiert sich über das autonom fahrende Elektrofahrzeug.

Text und Bild: Jürgen Diel