Liberaler Stammtisch zur Organspende/Impfpflicht ・05.02.2019

Um gemeinsam über Organspende und Impfpflicht zu debattieren, trafen sich etwa dreißig interessierte Bürgerinnen und Bürger im Dörps-Capus in Klixbüll. Der Bezirksverband der Freien Demokraten Südtondern lud unter der Moderation von Katharina Vogel ein, um sich mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP Bundestagsfraktion Frau Aschenberg-Dugnus über die aktuellen Debatten auszutauschen. Frau Aschenberg-Dugnus ist Mitglied im Gesundheitsausschuss und verdeutlichte in ihrem Impulsvortrag, wie man der massiv sinkenden Spendebereitschaft konstruktiv begegnen kann, ohne die Rechte des Einzelnen stark einzuschränken. Ziel muss es sein, dass nur durch aktive Zustimmung die Organentnahme möglich ist. Die von Gesundheitsminster Spahn (CDU) eingebrachte Widerspruchslösung, die auch in einigen europäischen Ländern angewandt wird, stelle kein probates Mittel dar, um dem Organmangel/der Organknappheit entgegen zu treten. Vielmehr sind es organisatorische und strukturelle Schwächen, die dazu führen, dass selbst die Transplantationszahlen zurückgegangen sind. Die Freistellung eines Transplanationsbeauftragten in einer Klinik sei hier als Beispiel angeführt.

Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen gestellte werden. Auch hier wurde deutlich, dass der gesellschaftliche Aufklärungsgrad und die Beratungsstrukturen verbesserungsbedürftig sind. Frau Aschenberg-Dugnus skizzierte im Diskurs mit den Teilnehmern, worin die Schwächen des aktuellen Umgangs mit der Organspende liegen und zeigte transparent und lösungsorientiert Initiativen auf, die dem Verfahren zuträglich wären.

Zum Thema Impflicht erläuterte Frau Aschenberg-Dugnus den Standpunkt der FDP-Bundestagsfraktion, welche die Einführung der Impfpflicht ablehnt. Die Wortbeiträge und Nachfragen der Teilnehmer dokumentierten auch hier, dass es sich um ein hochsensibles Thema handelt, dessen Beurteilung insbesondere davon abhängt, wie sachgerecht zuverlässige Informationen zur Meinungsbildung herangezogen werden können.

Veranstaltungsformate wie diese tragen dazu bei, dass die kontrovers geführte Debatte einen lebendigen Austausch erfährt und die Sensibilität für das Thema Organspende auch im Sinne der Eigenverantwortlichkeit geschaffen wird.

Der Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Jörg Tessin schloss die Veranstaltung mit einer positiven Prognose zur Sanierung des Klinikums Nordfriesland. Er warb um Vertrauen für die handelnden Personen und hob.