Ein Wolf treibt sein Unwesen in Eiderstedt – Die Freien Demokraten werden sich mit diesem Problem befassen

Seit Juni hält sich zumindest ein Wolf in Eiderstedt auf. Am Donnerstag trafen sich deshalb Mitglieder der FDP in Nordfriesland mit Betroffenen in Osterhever. Die Landwirte Peter Theodor Hansen und Olaf Dircks berichteten den Freien Demokraten von der derzeitigen Situation. In den vergangenen zwei Monaten wurden mehrere ihrer Lämmer vom Wolf gerissen – einige hiervon überlebten schwer verletzt den Angriff, mussten aber aufgrund ihrer Verletzungen eingeschläfert werden.

Der Wolf ist nach der sogenannten Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU derzeit anders zu behandeln, als andere Raubtiere. Die Freien Demokraten, darunter Jörg Tessin, der Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag, sprachen sich dafür aus, sich mit dem Thema politisch zu befassen. Ziel muss es sein, Betroffenen zu ermöglichen, schneller und wirksamer handeln zu können, wenn Mensch und Vieh von Raubtieren bedroht werden.

Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass Artikel 14 der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) in Deutschland neu ausgelegt wird.

Vor allem soll der Wolf aber in das Jagdrecht aufgenommen werden. Die Freien Demokraten betonen, dass dadurch nicht alle Wölfe pauschal zum Abschuss freigegeben werden sollen. Vielmehr sollen diese Maßnahmen dabei helfen, Lösungen in Einzelfällen zu beschleunigen.