“Landesregierung darf intaktes Wasserschutzpolizeirevier in Husum nicht versenken!”

Fassungslos sieht sich die FDP-Fraktion im nordfriesischen Kreistag durch Berichte über konkretisierte Kürzungspläne zu Lasten der Wasserschutzpolizei in seiner seit dem letzten Jahr bestehenden Sorge um den Bestand des Wasserschutzpolizeireviers Husum bestätigt.

Nach vorläufiger Bewertung liefe eine politische Umsetzung durch die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und SSW auf die Vernichtung der wasserschutzpolizeilichen Architektur an der Westküste und im Land hinaus. Dazu erklärten der Vorsitzende der FDP-Fraktion im nordfriesischen Kreistag Jörg Tessin und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gudrun Eufinger:

„Obwohl Schleswig-Holstein als eines der Bundesländer mit der geringsten Polizeidichte bereits die niedrigsten Polizeiausgaben pro Einwohner aufweist, würde die Landesregierung in ihrer kopflosen Suche nach Kürzungspotential im Polizeidienst damit gleich die gesamte wasserschutzpolizeiliche Sicherheitsarchitektur im Land zerschlagen. Dass sie dabei vorsätzlich das leistungsfähige, erfolgreiche und präzise eingespielte Wasserschutzpolizeirevier in Husum mit den Stationen auf Sylt und Föhr buchstäblich im nordfriesischen Wattenmeer versenkt, ist nicht hinnehmbar. Wenn es der ernsthafte Wille von SPD, Grünen und SSW ist, dass die Wasserschutzpolizei und die Beamtinnen und Beamten in Nordfriesland keine wirkliche, gute Zukunft mehr haben dürfen, stellt die Koalition damit auch einmal mehr ihr strukturpolitisches Desinteresse an der Westküste unter Beweis.

Das Husumer Wasserschutzpolizeirevier hat uns im letzten Jahr mit seiner hervorragenden Führung als lebendiger, effizienter Gesamtorganismus mit hoher Kompetenz und Flexibilität sehr beeindruckt. Bei einem, für die Öffentlichkeit oft unsichtbaren, aber umfangreichen Aufgaben- und Einsatzbereich von der dänischen Grenze bis nach Helgoland und der Elbmündung muss jede Stellenkürzung und jeder organisatorische Eingriff zwangsläufig zu einem Einschnitt in die Aufgabenwahrnehmung führen und gefährdet damit den aktuellen Stand der Befriedung der Sicherheitslage an der nordfriesischen Nordseeküste.

Mit Blick auf das bundespolitische Versagen bei der Errichtung einer Nationalen Küstenwache sieht die FDP-Fraktion diese aktuelle Entwicklung für den Kreis mit der längsten Küstenlinie, zahlreichen Inseln und Halligen, einem stark ausgeprägten Nordsee-Tourismus und dem Weltnaturerbe Wattenmeer auch angesichts der personellen Situation der Schutzpolizei im Kreis Nordfriesland als absolut kritisch an.

Die Koalition ist damit entschieden zu weit gegangen. Nicht die Wasserschutzpolizei, sondern diese Landesregierung gehört abgewrackt!“

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