FDP-Fraktion will Beteiligte im Autozug-Vergabeverfahren an einen Tisch holen

Um den aufkommenden Befürchtungen und Unsicherheiten über mögliche Folgen der Vergabe der Autozug-Verbindung zwischen Niebüll und Sylt (“Sylt-Shuttle”) in der Region zu begegnen, fordert die FDP-Kreistagsfraktion, die beteiligten DB Netz AG, DB Fernverkehr AG (Inselverkehr Sylt), RDC Deutschland GmbH, die Landesregierung, die Bundesnetzagentur sowie die Nord-Ostsee-Bahn kurzfristig im Rahmen einer öffentlichen Sonder-Sitzung des Wirtschaftsausschusses an einen Tisch zu bringen. Dazu haben die Freien Demokraten zur Sitzung am Freitag, den 20. März 2015 einen Dringlichkeitsantrag in den Kreistag eingebracht.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Jörg Tessin und das stellvertretende Mitglied im Wirtschaftsausschuss Rüdiger Kohls erklärten dazu:

„Mit der Vergabe der Autozug-Strecke zwischen Niebüll und Sylt steht die Ausgestaltung der zentralen Verkehrserschließung der Insel Sylt über das nordfriesische Festland erstmals vor einem möglichen umfassenden Veränderungsprozess. Dieser betrifft die umsatzstärkste Tourismusdestination in der Region mit ihren Einwohnern, Gästen, die regionale Wirtschaft und einen in vielfacher Hinsicht angespannten regionalen Arbeitsmarkt mit zahlreichen Pendlern unmittelbar. Die Entwicklungen im laufenden Vergabeverfahren, insbesondere die stattfindenden juristischen Auseinandersetzungen, haben daher bereits für erhebliche Unsicherheiten und Befürchtungen gesorgt.

Für die FDP kann nur eine umfassende, transparente Information aus erster Hand verhindern, dass mit den Ängsten der Betroffenen in der Region gespielt wird. Es liegt daher im hochgradigen Interesse des Kreises, sich nunmehr ein klares Bild des Verlaufs der Vergabe und der drohenden Auswirkungen auf die Insel Sylt, den Pendel- wie den übrigen Bahnverkehr, insbesondere den Schienenpersonennahverkehr innerhalb Nordfrieslands und entlang der Westküste zu machen, das weitere Verfahren intensiv zu begleiten und die Beteiligten dazu für einen Informationsaustausch an einen Tisch zu holen.

Es muss sichergestellt sein, dass die Vergabe des Sylt-Shuttles keine solchen, neuerlichen Folgen für die Region hat, die diese schließlich als Verliererin und Trägerin neuer Lasten zurück lassen würde. Auch im Hinblick auf den vollständigen zweigleisigen Ausbau der Strecke steht Nordfriesland daher buchstäblich vor entscheidenden Weichenstellungen!“

[Tagesordnung der Kreistagssitzung am 20. März 2015 | Dringlichkeitsantrag der FDP-Fraktion]

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