FDP-Fraktion will Olympia-Wettbewerbe in Nordfriesland

Im Zuge einer möglichen Olympia-Bewerbung der Freien und Hansestadt Hamburg ruft die FDP-Fraktion im nordfriesischen Kreistag die Region dazu auf, die Hansestädter mit dem Angebot der Ausrichtung von olympischen Wettbewerben in den nordfriesischen Gemeinden St.Peter-Ording und Sylt und der Bereitstellung von Unterbringungskapazitäten für Olympia-Touristen an der nordfriesischen Westküste zu unterstützen. Dazu reichte die Fraktion einen Dringlichkeitsantrag zur Kreistagssitzung am 26. September 2014 ein, der mehrheitlich angenommen wurde.

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion Jörg Tessin und die beiden Fraktionsmitglieder und Ideengeber Thorsten Schulze und Rüdiger Kohls erklärten dazu:
„Der Deutsche Olympische Sportbund möchte Olympische Spiele nach Deutschland holen. Hamburg hat seinen Willen bekundet, sich um eine zukünftige Ausrichtung zu bewerben und seine Nachbarn eingeladen, sich dieser Herausforderung gemeinsam zu stellen. Die Chancen, die sich daraus auch für Schleswig-Holstein ergeben könnten, gilt es nicht nur für Kiel und Lübeck, sondern auch für die nordfriesische Westküste zu ergreifen.

Wir sprechen für alle Menschen in Nordfriesland, die sich für Sport und für das gemeinsame Miteinander in den vielen Sportvereinen begeistern, wenn wir nun versuchen wollen, ein Stück Olympia in unsere Heimat zu holen. Sylt ist mit seiner Brandung und der Ausrichtung alljährlicher Weltcups weltweit als die Top-Adresse des Surfsports angesehen. St. Peter-Ording böte mit seinem einmaligen Strand neben seiner Surf- und Kitesport-Kompetenz optimale Bedingungen für alle Beach-Sportarten, wie z.B. ein publikumsnahes, olympisches Beachvolleyball-Event im Land der amtierenden Olympiasieger der Männer.

Nordfriesland als die touristische Wohlfühlregion im Norden vor den Toren Hamburgs kann darüber hinaus seine Herzlichkeit, Organisationskompetenz und Unterbringungskapazitäten als Gastgeber für einen Teil der olympischen Fans und Zuschauer aus aller Welt zum Gelingen eines einmaligen olympischen Erlebnisses einbringen. Unser Ziel ist, gemeinsam mit den beiden Gemeinden und den Menschen in Nordfriesland ein attraktives nordfriesisches Angebot zu schnüren, das Hamburg nicht ablehnen kann.“

Die liberalen Kreispolitiker erhoffen sich von einer olympischen Zusammenarbeit mit Hamburg nicht nur einen Impuls für den Tourismus, sondern auch einen neuen Schub für die landespolitisch und planerisch vollkommen festgefahrene infrastrukturelle Entwicklung der nordfriesischen Westküste: Der substantielle Ausbau von Straßen- und Schienenverbindungen zwischen Hamburg und der dänischen Grenze kann dann jedenfalls nicht länger ignoriert werden.

[Pressemitteilung | Dringlichkeitsantrag]

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