Friedrich-Naumann-Stiftung: Sally Perel – Hitlerjunge Salomon

Hinweis auf die Veranstaltungreihe des Regionalbüros Lübeck der Friedrich-Naumann-Stiftung  in Kooperation mit dem Evangelischen Regionalzentrum Westküste Breklum. Termine am
– Montag, den 23. juni 2014, 17.00 Uhr im Christian Jensen Kolleg, Kirchenstraße 4, 25821 Breklum,
– Dienstag, den 24. Juni 2014, 10.00 Uhr in der Messehalle Husum, Am Messeplatz 12-18, 25813 Husum,
– Dienstag, den 24. Juni 2014, 17.00 Uhr in der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Johann-Adolf-Straße 4, 25832 Tönning
– Mittwoch, den 25. Juni 2014, 16.00 Uhr in der Stadtkirche Sankt Nicolai, Trift 6, 25980 Westerland/ Sylt

Sally Perel – Hitlerjunge Salomon

Nach Jahren des Schweigens gibt Sally Perel das Geheimnis seiner doppelten Identität preis: Als Jude entkam er dem Holocaust nur in der Uniform der Nazis und überlebte mitten in Deutschland als Hitlerjunge Jupp Perjell. Nach 1945 verließ Perel Deutschland und brauchte mehr als 40 Jahre in seiner neuen Heimat Israel, um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschloss, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben. Es erschien unter dem Titel “Ich war Hitlerjunge Salomon” 1992 erstmals auf Deutsch. Das Buch wurde von Agnieszka Holland 1990 unter dem Titel Hitlerjunge Salomon verfilmt. Auf eindringliche Weise berichtet, der heute 85- jährige, bei seinen Lesetouren von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit dieses Doppellebens, das ihn in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang. Butzen sie die Möglichkeit, Sally Perel persönlich kennenzulernen, sich von ihm erzählen zu lassen und mit ihm über Ihre Eindrücke sowie Gefühle zu sprechen.

Begrüßung
Philipp Schulze-Kölln
Forenleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Sally Perel –
Ich war Hitlerjunge Salomon

Autorenlesung

mit anschließender Diskussion

Der Autor & Referent: Sally Perel – ein Anti-Held des Holocaust.
Sally Perel wurde 1925 in Peine, nahe Braunschweig geboren. In Anwendung der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1935 der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in Polen. Die Eltern schicken Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo Sally Perel in ein russisches Waisenhaus kommt. Im Juni 1941 beginnt der deutsche Angriff. Auf der Flucht nach Minsk gerät er in Gefangenschaft und entkommt durch die Aussage, er sei Volksdeutscher dem Erschießen. Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt 3 Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges nimmt er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, wird von Amerikanern gefangen genommen, kurze Zeit später wieder freigelassen und kehrt im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher bei den Russen. 1948 beschließt Sally Perel nach Israel zu gehen.

Diese Veranstaltung wird durch das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein mitfinanziert.

[Veranstaltungshinweise mit Online-Anmeldung ]

Anmeldung:
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Regionalbüro Lübeck
Fleischhauerstraße 33
23552 Lübeck

E-Mail: beate.felgentraeger@freiheit.org

Telefon: 0451/70996-0
Fax: 0451/70996-22