Fauler Windmesse-“Kompromiss” schwerwiegender Verrat an den Interessen Husums

Der FDP Kreisverband Nordfriesland reagiert geschockt auf Medienberichte, nach denen der Streit um die zukünftige Ausrichtung der traditionsreichen Husumer Windenergiemesse zwischen den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg zuungunsten des Husumer Messestandortes beendet werden soll. Dazu erklärten der Vorsitzende des Kreisverbandes Jens Kieback und der erste stellvertretende Kreisvorsitzende Rüdiger Kohls:

„Wir stehen fassungslos vor dem Scherbenhaufen der weltweiten Leitmesse einer Windenergiebranche, die überhaupt erst Dank den Windenergie-Pionieren in Nordfriesland und dem Messestandort Husum zu dem geworden ist, was sie heute ist. Dass Schleswig-Holstein darüber hinaus auch weiterhin den Hamburger Hafenschlick vor seiner Küste verklappen will, ist ein weiterer Schlag ins Gesicht. Die von SPD, Grünen und SSW gebildete schleswig-holsteinische Landesregierung wird sich insbesondere vor den Wählerinnen und Wählern Nordfrieslands für eine solch desolate Verhandlungsführung im Poker mit dem von der SPD allein regierten Hamburger Senat zu verantworten haben! Jedes Ergebnis, das den Interessen der Husumer Messe und der nordfriesischen Wirtschaft wie kolportiert zuwiderläuft und Hamburg zugleich vollkommen einseitig begünstigt, würde einen solch beispiellosen Missbrauch des Vertrauens der engagierten Bevölkerung Husums und Nordfrieslands bedeuten, dass er nur durch personelle Konsequenzen aufzufangen wäre: Für den Fall wäre der Rücktritt von Ministerpräsident Torsten Albig, Wirtschaftsminister Meyer, Energiewendeminister Robert Habeck und dem restlichen Kabinett zwangsläufig.

Der FDP-Kreisvorsitzende Jens Kieback nahm zugleich die Verantwortungsträger der Husumer Messegesellschaft und die Stadt Husum in die Pflicht:

„Schlimm genug, dass die Landesregierung einen solch schwerwiegenden Verrat an den Interessen der Stadt Husum und des Kreises Nordfriesland begeht. Noch schlimmer wäre es aber, wenn dieses mit dem Wissen und dem Einverständnis aus der Region geschehen wäre. Daher werden sich alle Beteiligten, aber insbesondere der von der SPD so plakativ unterstützte Landrat Dieter Harrsen in seiner Funktion als Aufsichtsratmitglied der Husumer Wirtschaftsgesellschaft und Vertreter des Kreises als Gesellschafterin der Messegesellschaft erklären müssen, wie er dies zulassen konnte. Husums Bürgermeister Uwe Schmitz muss ebenso klarstellen, ob er einem solch faulen Kompromiss für die Stadt tatsächlich seine Zustimmung erteilt hat.“

 

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Rüdiger Kohls fügte abschließend hinzu:

„Wenn heute die Gondeln der Windkraftanlagen in Nordfriesland Trauer tragen, dann nur, weil mit der Husumer Windmesse Herzschlag und Seele einer ganzen Branche lebendig begraben wird. Schließlich ließ sich Messegeschäftsführer und Christdemokrat Peter Becker noch Anfang April nach anderthalb Jahren schwelenden Konflikts zitieren, Grundvorraussetzung einer Einigung mit Hamburg sei es, dass es 2014 nur eine Messe geben könne – und zwar in Husum. Warum nur dreieinhalb Wochen später nun das krasse Gegenteil Realität werden soll, ist uns schleierhaft. Für diese Kehrtwende wird er nicht nur seinen Gesellschaftern, sondern der gesamten Region gegenüber Rechenschaft ablegen müssen!“

Ein Gedanke zu „Fauler Windmesse-“Kompromiss” schwerwiegender Verrat an den Interessen Husums

  • 29. April 2013 um 18:06
    Permalink

    Typisch klein, klein… Der Norden kommt voran. Da freut sich der Hamburger, und der Husumer wundert sich…

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