Carsten-Peter Brodersen (MdL) zur Reform der Ausgleichsflächenregelungen

Zum Beschluss im Koalitionsausschuss vom 14.02.2012, die Ausgleichsflächenregelung zu ändern, erklärte der Landtagsabgeordnete Carsten-Peter Brodersen (FDP Schleswig-Flensburg) am 16. Februar 2012:

“Die derzeitige Ausgleichsflächenregelung ist fernab jeder Vernunft und Verhältnismäßigkeit. Ich bin daher höchst erfreut, daß das Umweltministerium jetzt die notwendigen Voraussetzungen für eine vernünftige Regelung zu den Ausgleichsflächen schafft und die Ausweisung von Ausgleichsflächen begrenzt.

Allein durch den Ausbau der Windenergie würden ca. 10 000 Hektar der Nahrungsmittelproduktion entzogen werden, von dem zusätzlichen Bedarf durch den Zubau von Stromtrassen ganz zu schweigen. Die schon jetzt dadurch entstandenen exorbitant hohen Landpreise verhindern zunehmend die Weiterentwicklung nahrungsmittelproduzierender landwirtschaftlicher Betriebe. Hinzu kommt, dass Windparks durch das Aufbringen von Millionenbeträgen für Ausgleichsflächen ihre Wirtschaftlichkeit verlieren.

Wir brauchen Windenergie, wir brauchen Solarenergie, wir brauchen Biogas, wir brauchen Stromtrassen, und wir brauchen natürlich auch Ausgleichsflächen. Aber wir brauchen auch unsere landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion. Dies alles durch eine überdimensionierte Ausgleichsflächenregelung aufs Spiel zu setzen, wäre fatal.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, daß der Blick durch die grüne Brille leider allzu oft in die Sackgasse führt.”

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