Carsten-Peter Brodersen (MdL) zur Verbesserung der Haltungsbedingungen für Nutztiere

Anläßlich der Veranstaltung in Satrup „Vom Bauernhof zur Agrarfabrik – wo bleibt der Mensch“, erklärte der Landtagsabgeordnete Carsten-Peter Brodersen (FDP Schleswig-Flensburg) am 2. Februar 2012:

“In der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung müssen die Standards im Tierschutz und die Umweltverträglichkeit immer wieder überarbeitet und weiter verbessert werden. Allerdings kann dies nur mit der notwendigen Sorgfalt geschehen. Kluge Sachlichkeit muss vor Aktionismus gehen. Darum haben die Regierungsfraktionen die Landesregierung gebeten, zur März-Sitzung des Landtages einen Bericht über die landwirtschaftliche Nutztierhaltung in Schleswig-Holstein vorzulegen, in dem auch zukünftige Aktivitäten und Perspektiven aufgezeigt werden. Folgende Aspekte sollen hier Berücksichtigung finden: Tierhaltung, Tierernährung, Tiergesundheit, Tierschutz und Umweltrelevanz der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Darüber hinaus soll die Landesregierung prüfen, ob und unter welchen Bedingungen die Privilegierung von gewerblichen Tierhaltungsanlagen, die einer UVP-Pflicht unterliegen, aufgehoben werden kann.

Politische Forderungen, übergroße Tierhaltungen zu verbieten, ohne die Größenordnung klar zu definieren, lassen alle investitionswilligen Landwirte im Ungewissen. Das ist fahrlässig und zeugt von keinem unternehmerischen Fingerspitzengefühl. Die FDP lehnt populistische und fachlich unbegründete Forderungen ab. Qualität und Hygiene sind zuallererst eine Frage des Managements, nicht von großen oder kleinen Tierbeständen. Sorgfaltsloses Vorgehen gefährdet Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Tierschutz in der Landwirtschaft. Die FDP Schleswig-Holstein fordert mehr Fachlichkeit in der Diskussion und keine unausgegorenen Schnellschüsse. Nur so lassen sich für Landwirte, Verbraucher und nicht zuletzt für die Nutztiere die Bedingungen verbessern.”

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