„Energienetz-Politik ist Westküsten-Politik“ – Netzausbau-Strategie für die Westküste

Mit dem Thema “Netzausbau” werden sich die beiden FDP-Kreisverbände aus Nordfriesland und Dithmarschen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe befassen. Ziel ist, der Westküste ein gewichtes Mitspracherecht bei der Ausgestaltung zu erstreiten.

Gemeinsame Arbeitsgruppe Netzausbau
Gemeinsame Arbeitsgruppe Netzausbau

Nicht allein schon die bevorstehende Energiewende in Deutschland erlegt insbesondere der schleswig-holsteinischen Westküste eine besondere Verantwortung auf. Nordfriesland und Dithmarschen sind in der Lage, in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Produktion und Verteilung von regenerativen Energien vor allem aus Wind- und Solarkraft in den Rest der Bundesrepublik zu spielen und damit maßgebliche Versorger deutscher Industrie- und Ballungsgebiete zu sein. Den FDP-Kreisverbänden in Nordfriesland und Dithmarschen ist es wichtig, die notwendigen Planungen für den erforderlichen Netzausbau entscheidend mitzugestalten. Dazu hat sich am Mittwoch, dem 20. April 2011 eine gemeinsame Arbeitsgruppe der beiden Kreisverbände konstituiert, um eine Netzausbau-Strategie der Westküsten-Liberalen zu entwerfen.

Oliver Kumbartzky, energiepolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und FDP-Kreisvorsitzender Dithmarschens sowie Rüdiger Kohls, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der FDP Nordfriesland und Koordinator der Arbeitsgruppe Netzausbau erklärten dazu:

   „Dieses erste Treffen wurde von allen Teilnehmern als bedeutsam empfunden, weil es an der Zeit ist, Nordfriesland und Dithmarschen ein größeres landes- und bundespolitisches Gewicht zu verschaffen. Schon heute ist die Westküste ein großes Kraftwerk zur Produktion regenerativer Energie, dessen wahre Leistungskraft allein durch fehlende Netzinfrastruktur beschränkt wird. Den Bürgern Nordfrieslands und Dithmarschens wird dadurch die Wirtschaftskraft vorenthalten, die den beiden Westküsten-Kreisen angesichts ihrer wachsenden Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft eigentlich zustehen müsste. Daher ist es unser gemeinsames Ziel, einen schnellen, aber den spezifischen Belangen der Westküste gerecht werdenden Ausbau des Netzes politisch zu gewährleisten. Energienetz-Politik ist praktizierte Westküsten-Politik! Unser Anspruch ist es daher, nicht nur angehört, sondern an der Ausgestaltung des Netzausbaus in Schleswig-Holstein maßgeblich beteiligt zu werden! Unsere gemeinsame Arbeitsgruppe ist die Plattform, von der aus wir konstruktiv dazu beitragen wollen – als Partner der örtlichen Energiewirtschaft, Sachwalter widerstreitender Interessen von Tourismus und Landwirtschaft und Vertreter der Bürger, die wir auf dem künftigen Weg wichtiger Richtungsentscheidungen mitnehmen wollen.“

[Gemeinsame Pressemitteilung der beiden FDP-Kreisverbände als PDF]

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