FDP Nordfriesland: Missbrauch des Weltnaturerbes Wattenmeer als CO2-Endlager abwehren!

Die FDP Nordfriesland bekräftigt ihre Haltung zur Ablehnung der Erforschung nordfriesischen Bodens zum Zwecke einer Kohlendioxid-Endlagerung.

CO2-Endlager stoppen! - CO2.fdp-nf.de
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Die Bürger Nordfrieslands sind auch nach dem Spitzengespräch von Ministerpräsident Carstensen und Wirtschaftminister Jost de Jager mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen weiterhin davon überzeugt, dass die als „CCS-Technologie“ verkaufte Kohlendioxid-Verklappung in schleswig-holsteinischem Boden und unterhalb des Weltnaturerbes Wattenmeer gefährlich und nicht zieführend ist und damit nicht Realität werden darf. Die FDP Nordfriesland nimmt die Sorgen ernst, dass die Region zum riesigen CO2-Endlager gemacht werden könnte und fordert ein klares Signal des Bundesgesetzgebers, durch ein bedingungsloses, absolutes Veto-Recht für die Länder den Vorbehalten der betroffenen Bürger Rechnung zu tragen und damit eine entsprechende EU-Richtlinie dahingehend umzusetzen, keinerlei Speicherung auf Teilen des deutschen Hoheitsgebietes zuzulassen.

Der Vorsitzende des FDP Kreisverbandes Nordfriesland Kurt Eichert erklärte dazu:

   „Die nordfriesischen Liberalen unterstützen alle ernstgemeinten, konsequenten politischen Schritte zur wirksamen Verteidigung der Interessen des Landes Schleswig-Holsteins und Nordfrieslands auch gegen vermeintliche Bundesinteressen. Wir fordern Politik und Wirtschaft im übrigen dazu auf, endlich Schluss damit zu machen, mit unsäglichem PR-Jargon zu suggerieren, dass das „Carbon Dioxide Capture and Storage“ (CCS) eine zeitgemäße Lösung für das Klimaschutzproblem darstellt und technologischen Fortschritt bedeutet. Technologie, die eine bloße Endlagerung von Kohlendioxid zur Folge hat, selbst zwischen Fachleuten heftig umstritten ist und die die Versicherungswirtschaft wegen der unkalkulierbaren Risiken für nicht versicherbar erklärt, ist weder fortschrittlich noch zukunfts-orientiert, sondern unabsehbar zukunftsgefährdend und damit ein Schritt in die falsche Richtung.
 
   Die Entsorgung von CO2  unterhalb  d e r  Wohlfühl- und Windenergieregion Deutschlands zerstört das Image Nordfrieslands als Standort des Naturerlebens, des erholsamen Urlaubs und der sauberen Energiewirtschaft durch Wind und Solarkraft in der „Klimaschutzregion“ Deutschlands.

Es gefährdet damit nicht nur die natürlichen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen der hier lebenden Menschen, sondern das Versprechen, dass auch ihre Kinder und Enkelkinder in Zukunft in Nordfriesland leben und arbeiten werden können.

Empörend ist, das plötzlich Raum und Geld für eine CO2-Pipeline durch die Westküstenregion vorhanden sein soll, aber der Ausbau einer vernünftigen Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur und der Neubau dringend benötigender Stromtrassen am politischen Willen scheitert. Nordfriesland und das Wattenmeer nun auch noch in ein Mammut-Endlager verwandeln zu wollen, stellt einen schweren Missbrauch unserer Heimat und eine außerordentliche Belastung auch für zukünftige Generationen dar. Solch eine Politik ist im wahrsten Sinne des Wortes „unterirdisch“ zu nennen!“

Die FDP Nordfriesland hat dazu eine Themenseite veröffentlicht:  Unter http://CO2.fdp-nf.de sind unsere Positionen noch einmal zusammengefasst.

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