Marschbahn – Probleme und kein Ende in Sicht

In der Fragestunde anlässlich des Kreistages am 06. Oktober 2017 haben die Freien Demokraten eine Anfrage folgenden Inhalts formuliert:

  • Ist die Kupplungsproblematik der ‚Marschbahnwagen‘ auf einen konstruktiven Fehler zurückzuführen?
  • Sind die Schäden auf mangelhafte Wartung zurückzuführen?

Hintergrund der Anfrage ist die Tatsache, dass die ‚Marschbahnwagen‘ bis jetzt in nicht ausreichender Stückzahl repariert wieder ‚an den Start‘ gegangen sind. Dieser Zustand ist – besonders für die Sylt-Pendler – unerträglich. Die betrieblichen Probleme sind dadurch ausgeweitet, dass das noch verfügbare (fast schrottreife) Ersatzmaterial teilweise über ‚eckige‘ Räder verfügt. Dass die nach Aussage der DB verfügbare Radsatzdrehmaschine in Hamburg aus technischen Gründen zeitweise ausgefallen war und die Wagen nach Hannover zur Überholung geschickt werden mussten, hat die Situation knappen Wagenmaterials zusätzlich verschärft. Leider hat die Vorgängerregierung bei der Neuausschreibung zur Verkehrserbringung auf der Marschbahnstrecke vergessen, dass Husum über ein Ausbesserungswerk verfügt, so dass nun keine vor-Ort-Reparatur und Pflege möglich sind.  So reihen sich Pannen an Pannen.
Leider helfen unserer Meinung nach aufgeregte Wortwechsel – so wie im Kreistag am 06.10.17 geführt – nicht weiter. Vielmehr ist eine genaue Analyse der Eigentums- und Rechtsverhältnisse notwendig. Jörg Tessin (FDP) und Matthias Piepgras (SPD) haben gleichermaßen eine Versachlichung und Prüfung angeregt. Nur wer eine genaue Analyse anstellt, wird den Verantwortlichen sachlich richtige Argumente entgegenstellen können. Dabei sind insbesondere die Beziehungen zwischen nahSH, der Deutschen Bahn und Paribus zu durchleuchten. Der Politik sind zur Zeit keine Vorhaltungen zu machen. Vielmehr ergeht von hier aus die Bitte um helfende Einflussnahme.

Die Westküste fühlt sich in der jetzigen Lage ‚verraten und verkauft‚. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Dabei sind die juristischen Auseinandersetzungen, die möglicherweise folgen werden, unabhängig davon zu führen, dass neues Wagenmaterial beschafft und eingesetzt wird. Ein weiteres Hinhalten der Leistungserbringer können und wollen wir nicht akzeptieren!