Liberales „Erstes Mal“: „War schön!“

Mit dem ersten „Liberalen Stammtisch“ des FDP-Bezirksverbandes Südtondern am 7.September starteten die Freien Demokraten südlich der deutsch-dänischen Grenze ihre neue Veranstaltungsreihe, um mit den Menschen künftig an jedem ersten Montag im Monat ins Gespräch zu kommen. Kurz vor dem zweiten Stammtisch ein kurzer Bericht.

Zufrieden zog der neue FDP-Bezirksvorsitzende Berthold Brodersen kurz nach der Verabschiedung der Gäste des ersten „Liberalen Stammtisches“ Anfang September im Niebüller Friesenhof ein erstes Fazit: „Für viele Teilnehmer war es ein liberales „Erstes Mal“. Auch für mich, war es doch meine erste öffentliche Veranstaltung als Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Südtondern. Ich würde mir wünschen, wenn alle sagen würden: War schön! Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht. Ich danke allen unseren Gästen und hoffe, viele am 5.Oktober zum zweiten Liberalen Stammtisch wiederzusehen!“

Die Resonanz auf die Einladung hatte die Erwartungen der Freien Demokraten übertroffen. Knapp zwanzig Teilnehmer waren dem Aufruf zum Kennenlernen gefolgt, die Hälfte davon ohne bisherigen engeren Bezug zu den Liberalen. Und so war es an diesen, die Agenda des Abends maßgeblich zu bestimmen. Mit interessierten Fragen und provokanten Thesen zu aktuellen Themen wurden die anwesenden FDP-Mitglieder zur Politik der Freien Demokraten „abgeklopft“. Es entwickelte sich ein lebhafter Austausch, vor allem zur sich verschärfenden Flüchtlingssituation, den Konsequenzen für Niebüll und Südtondern und das Einwanderungskonzept der FDP. Berthold Brodersen sieht die kommunale Politik aufgerufen, alle Kraft nicht darauf zu verschwenden, sich über das hilfs- und konzeptlose Flüchtlingsmanagement von Bund und Land zu beklagen, sondern es in die Betreuung und die Aus- und Fortbildung der Menschen zu investieren: „Sie können ein Schlüssel für die Bewältigung des demographischen Wandels im ländlichen Raum sein. Ihnen Chancen zu eröffnen, heißt auch uns neue Chancen zu eröffnen. Schneller Spracherwerb und aktive Integration in Arbeitsmarkt und Rechtskultur müssen dafür selbstverständlich sein. Konkrete Sorge bereitet uns aber die Auswirkungen auf die lokalen Wohnungsmärkte. Hier sind die Kommunen allein kaum noch in der Lage, Entlastung zu erzielen.“

Ihre Sorgen äußerten die Teilnehmer auch über die drohenden Risiken für das Land aus dem Festhalten an der HSH Nordbank. Die FDP setzt sich ganz ausdrücklich für einen Rückzug der öffentlichen Hand aus dem Institut ein, um den Schaden für den Steuerzahler endlich in Grenzen zu halten. Schließlich war auch die Unzufriedenheit mit dem schleppend vorangehenden Breitbandausbau und die aktuelle Verkehrssituation um Bredstedt Gesprächsthema.

Dass sich die Freien Demokraten auch nicht vor unbequemen Antworten scheuen, wurde beim Thema Windkraftausbau deutlich: Die FDP nimmt den nordfriesischen Windenergie-Mittelstand gegen Unmut über die Zerstörung der Landschaft und Beeinträchtigungen durch Schallemissionen in Schutz. Hier sei die Landesplanung gefragt, die berechtigten Interessen von Anwohnern und Anlagenbetreibern durch Einhaltung großzügiger Abstandsregelungen besser in Einklang zu bringen. Ohne die Windenergie stünde Nordfriesland wirtschaftlich aber sehr viel schlechter da.

Nach der erfolgreichen Premiere lädt der FDP-Bezirksverband Südtondern am 5. Oktober zum zweiten „Liberalen Stammtisch“ ein. Um 19.30 Uhr im Friesenhof Niebüll haben interessierte Gäste die nächste Gelegenheit zum Austausch über die Themen, die sie bewegen – von A wie Autozug, B wie Bahnübergang über K wie Krankenhaus, bis Z wie Zuwanderungspolitik. Weitere Informationen gibt es bei Berthold Brodersen unter fdp@bb-hw.de, Telefon 0160-8270143 oder Fax 04661-9045570.

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