Die FDP-Fraktion steht aus Überzeugung zu Dirk Sommer!

Vor der Wahl des Landrates weist die FDP-Fraktion die zum Teil persönlichen Angriffe gegen den Kandidaten Dirk Sommer in aller Form zurück. Dazu, wie zu den Beweggründen Ihrer Entscheidung für Sommer erklärten die beiden Kreistagsabgeordneten Jörg Tessin und Gudrun Eufinger:

„Wir haben uns als neugewählte Abgeordnete zu Beginn der Wahlperiode einer großen Herausforderung stellen müssen und uns daher mit besonderer Sorgfalt der Auswahl eines Kandidaten gewidmet. Wir stehen daher zu unserer Entscheidung für Dirk Sommer als Mann für eine bessere Zukunft Nordrieslands und nehmen ihn gegen die beispiellosen Vorverurteilungen in Schutz, die ihm fachliche Qualität oder persönliche Integrität abzusprechen versuchen. Dies wird ohne Erfolg bleiben!

Wir können die Augen nicht mehr davor verschließen, dass sich Kreisverwaltung und Kreispolitik noch stärker gemeinsam den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umständen und Anforderungen werden stellen müssen. Haushaltskonsolidierung und Verwaltungsmodernisierung neben der zwingend notwendigen infrastrukturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des Kreises noch besser zu bewerkstelligen, bringt jedoch aus unserer Sicht ein verändertes Anforderungsprofil auch für das Amt des Landrates mit sich. Die Dinge, die wir heute für die Zukunft angehen müssen, bedürfen anderer Mittel und anderer Qualifikationen als vor sechs Jahren. Als Kreistagsabgeordnete obliegt uns die Pflicht, dieses zu erkennen und danach zu handeln. Dieser Verantwortung stellen wir uns alles andere als leichtfertig!“
Jörg TessinDer FDP-Fraktionsvorsitzende Jörg Tessin führte dazu weiter aus:

„Die Zukunft, die wir uns für Nordfriesland wünschen, verlangt nach einem Verwaltungschef mit Management-Qualitäten, der Verwaltung- wie Wirtschaftserfahrung mit neuen Ideen und Initiativen verbinden kann. Uns hat Dirk Sommer mit hoher Sachkompetenz und durch sein sympathisches, gradliniges Auftreten beeindruckt. Gut über die grundlegenden Daten des Kreises informiert, konnte er uns spontan auf konkrete Ungereimtheiten in der Haushaltsplanung hinweisen und thematisierte schon in den ersten Gesprächen kenntnisreich ganz aktuelle finanzpolitische Probleme, die Gutachten zum Finanzausgleichsgesetz und die Nachforderung der Deutschen Rentenversicherung gegenüber dem Klinikum NF.

Dirk Sommer hat sich bereits 1998 wissenschaftlich mit der Überführung des kameralistischen Rechnungswesens in öffentlichen Haushalten hin zur Doppik befasst und in der Praxis bei der Einführung in öffentlichen Verwaltungen mitgewirkt. Der Kreis Nordfriesland – und das ist in allen Fraktionen eigentlich unbestritten – hat gerade auf diesem Feld einen riesigen Nachholbedarf, da die Einführung bislang nicht mit dem notwendigen Nachdruck betrieben wurde.

Seine Wahl ist für uns und für den Kreis Nordfriesland aber auch aus anderen Gründen ein ganz wichtiges Signal: Ein Mann, geboren und aufgewachsen Nordfriesland, der seine Heimat in jungen Jahren für Ausbildung und erfolgreiche Arbeit verließ, kommt hochqualifiziert und motiviert, mit Erfahrungen und Kontakten zurück, um sich in den Dienst der Menschen in Nordfriesland zu stellen. Wir brauchen und wir wollen mehr davon!“
FDPEufingerDie stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gudrun Eufinger reagierte betroffen auf den medialen Niederschlag, den die Nominierung Dirk Sommers gefunden hat:

„Die „Hinterzimmer“-Attacken auf die Fraktionen von CDU, Grünen und FDP nehmen wir als Kritik an dem Verfahren durchaus zur Kenntnis und werden uns ganz sicherlich zusammen mit der Verwaltung Gedanken darüber machen müssen, wie dies in Zukunft besser zu handhaben sein wird. Allerdings gibt das Ausschreibungsverfahren einen gewissen rechtlichen Rahmen zum Schutz der Bewerber vor, der uns nur wenig Spielraum ermöglicht. Wir sind selbstkritisch genug, die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen. Aber uns daraus unlautere Motive bei unserer Entscheidung für Dirk Sommer zu unterstellen, ist vollkommen ungerechtfertigt. Die FDP-Fraktion hat ihre Haltung zur Wahl eines Landrates nie auf eine persönliche Ebene gehoben. Die erneute Kandidatur des Amtsinhabers war aber mit dem Auftakt der SPD-Kommunalwahlkampagne plötzlich in ein vollkommen neues Licht gerückt. So haben uns erst die Sozialdemokraten durch die plakative Vereinnahmung des Spitzenbeamten des Kreises und damit unter aktiver Beihilfe des Amtsinhabers im Kommunalwahlkampf ein parteipolitisches Ränkespiel aufgenötigt, an dem wir uns ganz ausdrücklich nicht beteiligt haben und beteiligen werden. Es hat aber das Vertrauen in die überparteiliche Amtsführung des Amtsinhabers maßgeblich in Frage gestellt.

Die Wahl eines neuen Landrates wird für die Bürgerinnen und Bürger genauso viel oder wenig Veränderung bedeuten, wie bei der Wahl Harrsens. Auch Dirk Sommer wird den Bürgerinnen und Bürgern in gleicher Weise ansprechbar zur Verfügung stehen. Wir versprechen uns vielmehr mittelfristig neue Impulse zur weiteren ablaufoptimierten, aber serviceorientierten Verbesserung der bürgernahen Verwaltung, der Haushaltssituation und damit mehr finanzielle Handlungsspielräume für den Kreis.“
Die beiden FDP-Kreistagsabgeordneten rufen abschließend alle Kreistagsabgeordneten zu einer vertrauensvollen künftigen Zusammenarbeit auf:

„Unabhängig vom Ausgang der Landratswahl, müssen wir uns alle nach dem Ende der kommenden Kreistagssitzung auch weiter in die Augen schauen können. Wir tragen eine gemeinsame Verantwortung dafür, den Kreis Nordfriesland auf einen sicheren Weg in die Zukunft zu führen!“

[Pressemitteilung der FDP-Fraktion]

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