FDP stellt klar: „Bürgerleitung“ ist Verdienst Nordfrieslands!

Als großen Erfolg der Menschen in Nordfriesland würdigt die FDP das Pilotprojekt des Netzbetreibers TenneT, die für die Zukunft der Windenergiewirtschaft in Nordfriesland notwendige Westküstenleistungstrasse als Geldanlage für die finanzielle Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zu öffnen.

Dazu erklärten der Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Nordfriesland Jens Kieback, der Vorsitzende der FDP-Fraktion im nordfriesischen Kreistag Thorsten Schulze und der Spitzenkandidat der FDP für die Kreistagswahlen 2013 Jörg Tessin:

„Erneut haben Pioniergeist und Innovationskraft der Menschen in Nordfriesland die bundes- und weltweite Vorreiterrolle für eine moderne Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung übernommen. Nach dem nordfriesischen Erfolgsmodell der „Bürger-Windparks“ ist mit der sog. „Bürgerleitung“ der nächste richtige Schritt gemacht, um die Energiewende jedenfalls an der schleswig-holsteinischen Westküste in absehbarer Zeit zu einem Erfolg zu bringen. Dies entspricht einer langjährigen Forderung der FDP Nordfriesland, die sich nun auch bei der Kieler Landesregierung durchgesetzt hat.

Unser Respekt gilt dem Netzbetreiber TenneT, der sich der nordfriesischen Idee gegenüber stets offen gezeigt hat und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort eine zukunftsfähige Lösung entwickelte. In dem Zusammenhang sprechen wir aber unsere besondere Anerkennung der ARGE Netz aus. Ohne die Expertise und das Engagement ihrer Mitglieder wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Es ist daher befremdlich, dass sich nun die Landesregierung für eine Leistung feiern lässt, die maßgeblich in Nordfriesland auf den Weg gebracht wurde, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Ministerpräsident Torsten Albig wird daher politisch die Gewähr dafür bieten müssen, dass diese Wertpapieranlage auch hält, was er den Bürgerinnen und Bürgern davon verspricht.

Die FDP erwartet von der Landesregierung, mit gleichem Elan auch die Entwicklung der weiteren akzeptanzfördernden Maßnahmen anzugehen. Ein Einvernehmen zu einem gerechten finanziellen Ausgleich der Interessen der betroffenen Flächeneigentümer und Gemeinden herzustellen, ist mit der „Bürgerleitung“ nicht automatisch abgegolten. Die Beteiligung der Anliegergemeinden am Gewerbesteueraufkommen und angemessene Pachtzahlungen für Landeigentümer bleiben Ziele unserer kommunalen Energiepolitik.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.