Anita Klahn: Regelung für Nordsee-Internat im Sinne der Völkerverständigung gefordert

Zu den Erläuterungen von Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud Wende hinsichtlich der Aufnahme von drei chinesischen Gastschülern an der Nordseeschule in St. Peter Ording erklärte die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn:

,,Ministerpräsident Albig kündigt heute den großen Kulturdialog mit China an, aber das Bildungsministerium verweigert der Nordseeschule St. Peter Ording weiterhin die Anerkennung als Schule mit internationaler Ausrichtung. Dies hat zur Folge, dass die Nordseeschule drei chinesische Gastschüler nicht aufnehmen darf. Besonders enttäuschend ist es, dass sich die Bildungsministerin darauf zurückzieht, kein Ermessen in dieser Frage zu haben.“

Das Innenministerium habe klargestellt, dass der Begriff ,,internationale Ausrichtung“ ein unbestimmter Rechtsbegriff sei. Die Nordseeschule bietet bilingualen Unterricht an und ist in Zusammenarbeit mit Goethe-Institut und Auswärtigem Amt Gastgeber von sogenannten PASCH-Kursen. Es können auch internationale Zertifikate erworben werden. Die Schule ist anerkannte Europaschule.

,,Vor diesem Hintergrund ist wirklich nicht ersichtlich, wie man der Nordseeschule St. Peter Ording die internationale Ausrichtung absprechen kann. Möglicherweise ist der Ministerin auch nicht klar, dass sie damit dem Internat die wirtschaftliche Grundlage entzieht.

Schleswig-Holstein versteht sich als weltoffenes Land. Uns würde es gut zu Gesicht stehen, wenn wir den Austausch gerade von Jugendlichen befördern und nicht durch bürokratische Hürden verhindern. Ich fordere Ministerin Waltraud Wende auf, im Sinne der betroffenen Schüler und im Sinne der Völkerverständigung doch noch im Rahmen des Ermessens tätig zu werden und die Aufnahme der drei chinesischen Gastschüler zu ermöglichen“, so Klahn weiter.

[Pressemitteilung der FDP-Landtagsfraktion]

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