FDP Nordfriesland unterstützt nordfriesische Unternehmen im „Kampf für die Windmühlen“

In seiner letzten Sitzung konnte der Vorstand des FDP-Kreisverbands Nordfriesland den Geschäftsführer der Firma Dirkshof, Herrn Claas Arlt, zu einer Gesprächsrunde begrüßen. Der stellte das mittelständische Unternehmen zur Planung, Errichtung und Betrieb von Windkraftanlagen und Bürgerwindparks vor und informierte über Chancen und Herausforderungen der Branche, zunehmende Nachwuchssorgen, die wirtschaftliche Beteiligung von Bürgern an Windparks und Netzen und die Notwendigkeit einer schnellen Realisierung des Netzausbaus.

Der FDP-Kreisvorsitzende Jens Kieback sowie der umwelt- und energiepolitische Sprecher des Kreisvorstandes und Direktkandidat im Wahlkreis 1 Hermann Schaefer erklärten nach der Sitzung:

„Die nordfriesischen Liberalen sind sich der enormen wirtschaftlichen Bedeutung der regenerativen Energieerzeugung für Nordfriesland bewusst! Wir bekennen uns zu der damit erzielten Wertschöpfung und wollen die Rolle der Windenergieregion Nordfriesland als Energieexporteur erhalten und ausbauen. Daher unterstützen wir nordfriesische Windpark-betreiber in der Forderung nach einem schnellen Netzausbau und teilen deren zunehmende Sorge, dass das Zögern der Energieversorgungsmonopolisten die Energiewende zum Scheitern bringen könnte.

Wenn sich engagierte Unternehmer vor Ort vorkommen, als würden sie gegen Windmühlen kämpfen, weil sie eine aktiv vorantreibende, politisch notwendige Unterstützung für den Netzausbau vermissen, ist das ein akutes Warnsignal! Wir nehmen das zum Anlass für konkrete Maßnahmen und werden uns dafür stark machen, dass sich die Landesregierung gegenüber den für den Netzausbau zuständigen Konzernen noch konsequenter für die Einhaltung der verabredeten Zeitrahmen einsetzt! Das Land trägt eine große Verantwortung, der es sich durch blauäugiges Vertrauen auf die Beteuerungen der Energieversorger nicht entledigen kann. Wenn finanzielle Anreize allein nicht zum Ziel führen, ist daher auch über finanzielle Sanktionen zu reden, sofern die dringend benötigten Leitungen trotz abgeschlossener Planungs- und Genehmigungsverfahren nicht zum vereinbarten Termin stehen!

Nur eine vollständige eigentums- und gesellschaftsrechtliche Trennung von Produktion, Netz und Vertrieb, also eine Entflechtung der unterschiedlichen Akteure am Markt stellt Wettbewerb auf den Energiemärkten sicher. Die FDP Schleswig-Holstein hat diese Forderung in den Entwurf des Landtagswahlprogramms aufgenommen, um mittelständischen Unternehmen wie Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen die Chance zu eröffnen, als Wettbewerber am Strommarkt stärker partizipieren zu können. Das gilt auch und besonders für eine Beteiligung an Bürger-Netzgesellschaften, für die wir uns einsetzen!“

[Pressemitteilung der FDP Nordfriesland als pdf]

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