Dioxin-Skandal: Herstellung von Futtermitteln aus Industrieabfall muss ein Ende haben!

Mit großer Sorge hat die FDP Nordfriesland die jüngsten Meldungen zur Vermischung mit Dioxin belasteter technischer Fette mit Futterfett und dem anschließenden Verkauf als Futtermittel auch an Landwirte im Land zur Kenntnis genommen. Dies ist nur ein weiterer Mosaikstein, das Verbrauchervertrauen in die hiesige Landwirtschaft zu Unrecht zu erschüttern, wo zuerst ein größeres Misstrauen gegenüber der Futtermittelindustrie angebracht scheint. Doch durch die zwangsläufig zu ergreifenden, erforderlichen Maßnahmen, wie Schlachtverboten, wird nun unseren Landwirten ein weiterer Mühlstein um den Hals gehängt. Der Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Nordfriesland Kurt Eichert erklärte dazu:

FDP Nordfriesland zum Dioxin-Skandal
Dioxin-Skandal

   „Erst im Dezember haben wir durch Vertreter des Bauernverbandes erfahren, wie wesentlich die Veredelung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und vor allem die Futtermittelveredelung für den wirtschaftlichen Erfolg der landwirtschaftlichen Unternehmen im Land sein kann. Aber die Herstellung von Futtermitteln aus Industrieabfallstoffen, die wie im aktuellen Fall aufgrund der Dioxinbelastung nur als gefährlicher Sondermüll qualifiziert werden können, kann niemals eine Veredelungsleistung sein! Die Entsorgung solcher Reststoffe in die Futtermittelproduktion und damit auch in den menschlichen Nahrungsmittelkreislauf muss aufhören! Wir rufen Verbraucher und Erzeuger daher dazu auf, endlich einen Pakt für gesunde Qualität der hier hergestellten Lebensmittel zu einem angemessenen Preis zu  schließen!

Wer jetzt reflexhaft schärfere oder effizientere Kontrollen fordert, verkennt, dass die bisherige Praxis, die vormals hoheitliche Überwachungsaufgabe an die Betriebe auszulagern der Nicht-Kontrolle gleichkommt. Dieses System ist spätestens heute gescheitert, weil jedem Unternehmen vor Augen geführt ist, was eine Selbstanzeige für Folgen hat. Einige wird es dazu veranlassen oder darin bestärken, ähnliche, mutmaßlich kriminelle Machenschaften weiter zu verschleiern! Die nordfriesischen Liberalen sprechen sich daher für eine wirksame hoheitliche Überwachung im Land, eine schlagkräftige Infrastruktur mit guter Ausstattung der staatlichen Labore und Institute und einen schärferen Vollzug straf- und haftungsrechtlicher Sanktionen aus. Auch über eine Zulassung von Futter- und Lebensmittelherstellern muss nachgedacht werden. Dies ist aber nur dann zu erreichen, wenn endlich der Weg freigemacht wird, überflüssige staatliche Aufgaben und Ausgaben aufzugeben und sich auf wenige hoheitliche Pflichtmaßnahmen zu beschränken.“

Ein Gedanke zu „Dioxin-Skandal: Herstellung von Futtermitteln aus Industrieabfall muss ein Ende haben!

  • 3. Februar 2011 um 11:44
    Permalink

    Es sollten allgemein Bestimmungen erlassen werden, dass nur noch Futter aus unbelasteten Nahrungsmitteln hergestellt werden dürfen.

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